Schmerzen

Schmerzmittel richtig einnehmen

Schmerzmittel richtig einnehmen

Raj Eiamworakul/unsplash

Im Alltag begegnen uns Schmerzen beinahe ständig. Als Volksleiden Nummer eins gelten Schmerzen am Bewegungsapparat. Weit verbreitet sind auch Kopfschmerzen: Rund 20 Millionen Deutsche sind betroffen. Doch wie gehen Sie mit Ihren Schmerzen richtig um? Welche Schmerzmittel passen zu welcher Schmerzart? Wie Sie Schmerzmittel richtig einnehmen beantworten wir in diesem Blog-Artikel.

Ein jährlicher Schmerz-Aktionstag informiert Betroffene und ihre Angehörigen und schafft Bewusstsein für das Thema Schmerz. Die >> Deutsche Schmerzgesellschaft hat diesen Tag ins Leben gerufen.

Schmerzmittel in der Selbstmedikation

Der Kopf dröhnt. Es zwickt im Knie. Jetzt schnell eine Schmerztablette einwerfen. Doch das scheint nur auf den ersten Blick unkompliziert. Schmerzmittel wie Paracetamol, ASS und Ibuprofen sind zwar ohne Rezept erhältlich. Was viele Menschen nicht wissen: Rezeptfrei ist nicht gleich harmlos. Daher gilt: Schmerzmittel in der Selbstmedikation nicht länger als drei Tage und an maximal zehn Tagen pro Monat einnehmen. Die tägliche Höchstdosis muss dem Beipackzettel des jeweiligen Medikamentes entnommen werden.

Schmerzmittel richtig einnehmen

Schmerzmittel lindern die Symptome. Sie sind keine Heilmittel. Ein Muss für Betroffene ist die Ursachenforschung. Das gelingt schnell und unkompliziert in der Apotheke vor Ort. In einem Beratungsgespräch werden die Beschwerden genauer unter die Lupe genommen. Je mehr Informationen der Apotheker erhält, desto besser. Dadurch kann er sich ein Bild machen, welcher Wirkstoff am besten passt. Der Apotheker kann einschätzen, ob eine Behandlung auf eigene Faust sinnvoll ist. Oder ob der Patient besser einen Arzt aufsucht.

Was Sie bei Kopfschmerzen tun können

Brummend. Pulsierend. Drückend. Über 200 unterschiedliche Kopfschmerzarten sind bekannt. In den meisten Fällen liegt ein Spannungskopfschmerz vor. Die Schmerzen machen sich oft nur wenige Stunden durch ein meist beidseitiges Drücken bemerkbar. Die Entstehung ist bisher nicht geklärt. Sie werden aber häufig mit Verspannungen, Schlafmangel und Stress in Verbindung gebracht. Als Mittel der Wahl kommen Paracetamol, ASS und Ibuprofen in Frage. Vorsicht bei schlagartig auftretenden Kopfschmerzen. Sie sind ein ernstes Warnsignal.

Wie Sie mit Schmerzmitteln umgehen

Aber was ist die Alternative zu Schmerztabletten & Co.? Kopfschmerzpatienten können es mit autogenem Training oder Yoga versuchen. Bei leichten bis mittleren Kopfschmerzen hilft Ausdauersport oder ein Spaziergang an der frischen Luft. Außerdem ist eine ausreichende Trinkmenge wichtig. Wer dehydriert, reagiert schnell mit Kopfweh.

Woran Sie eine Migräne erkennen

Migräne ist eine weit verbreitete neurologische Erkrankung. Der meist einseitige Schmerz kann die Lebensqualität stark beeinträchtigen. Die Anfälle dauern zwischen vier und 72 Stunden. Mit der Migräne treten oft auch Appetitlosigkeit, Übelkeit und Lichtempfindlichkeit auf. In der Selbstmedikation eignen sich ASS, Ibuprofen oder Paracetamol. Bei zusätzlicher starker Übelkeit kann der Arzt einen lindernden Wirkstoff verschreiben.

Was Ihnen bei Migräne hilft

Treppe statt Lift. Fahrrad statt Auto. Bewegung im Alltag baut Stresshormone ab. Auch leichter Ausdauersport wie Joggen oder Walken kann Migräneattacken vorbeugen. Krafttraining ist weniger empfehlenswert. Nach dem Stemmen verbrennen die Muskeln noch stundenlang Fett. Das kann zu einer Unterzuckerung und zu einer Migräne führen.

Welche Schmerzmittel bei Knieproblemen in Frage kommen

Jeder Fünfte hat Beschwerden in den Knien. Hinter den Schmerzen steckt meist eine Schwellung oder Entzündung. Oder der Betroffene hat sich überanstrengt oder eine Verletzung zugezogen. Als Wirkstoff hat sich Diclofenac bewährt. Er wirkt schmerzstillend und entzündungshemmend. Ansonsten sind Salben mit Beinwellextrakt eine wirksame pflanzliche Alternative. Treten die Knieprobleme akut auf, gilt die PECH-Regel: Pause, Eis, Compression, Hochlegen.

Wie Freizeitsportler mit richtig Schmerzen umgehen , lesen Sie in unserem Blog-Artikel zum >> Trainingsplan Laufen.

Merken Sie sich den 4. Juni 2019 vor: Der 9. Aktionstag gegen den Schmerz informiert Betroffene und ihre Angehörigen und schafft Bewusstsein für das Thema Schmerz. Die >> Deutsche Schmerzgesellschaft hat diesen Tag ins Leben gerufen.

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