Schmerzen

Osteoporose: Rechtzeitig vorbeugen

Die größte Gefahr einer Osteoporose ist die eingeschränkte Beweglichkeit

Cara Shelton/unsplash

Vor allem ältere Menschen sind von einem Abbau  der Knochenmasse betroffen. Krafttraining ist eine effektive Maßnahme, um dem vorzubeugen. Lesen Sie im Blog-Artikel alles rund um Osteoporose.

Im Inneren gleicht der Knochen einem Schwamm: Bälkchen, sogenannte Trabekel, durchziehen ihn und bilden ein stabiles Netz. Bei einer Osteoporose werden diese Bälkchen nach und nach zerstört, das feine Netz erhält immer mehr Löcher.

Osteoporose kommt heimlich

Das Grundproblem der Osteoporose: Betroffene merken davon nichts, bis ein Knochen bricht. Das ließe sich verhindern, wenn die Osteoporose frühzeitig entdeckt und behandelt werden würde. Doch viele Ärzte und Patienten denken einfach nicht an diese Erkrankung. Dabei zählt sie längst zu den Volkskrankheiten: Über sechs Millionen Deutsche sind betroffen, Tendenz steigend.

Osteoporose schränkt ein

Die größte Gefahr einer Osteoporose ist die eingeschränkte Beweglichkeit, zum Beispiel nach einer Hüftfraktur. Patienten bauen dann körperlich schneller ab, es kommt eher zu einer Lungenentzündung oder Thrombose. Das Ziel sollte sein, solche Brüche zu verhindern. Dazu ist Eigeninitiative gefordert: Wer über 60 Jahre alt ist und Rückenschmerzen hat, sollte seinen Hausarzt fragen, ob eine Osteoporose dahinterstecken könnte. Um das herauszufinden, wird der Patient untersucht und nach bestimmten Risikofaktoren befragt.

Knochendichtemessung

Liegen mehrere Faktoren vor, folgt eine Knochendichtemessung. Auch andere Krankheiten, zum Beispiel Nierenleiden oder Diabetes, sowie bestimmte Medikamente können Osteoporose begünstigen. Wenn alle Befunde vorliegen, ist ­eine sichere Diagnose möglich. Teil der Behandlung können dann Medikamente sein.

Bewegung unverzichtbar

Für ein gesundes Skelett unverzichtbar ist Sport: Jede Bewegung ist gut, doch um den Knochen gezielt aufzubauen, eignet sich vor allem Krafttraining. Dabei werden bestimmte Zellen im Knochen angeregt und der Aufbau stimuliert. Die Krankenkassen zahlen für Betroffene ein sogenanntes Funktionstraining, eine spezielle Osteoporose-Gymnastik.

Auf die Ernährung achten

Auch die Ernährung spielt eine entscheidende Rolle. Erwachsene haben einen Kalziumbedarf von täglich 1000 Milligramm. Der Mineralstoff lagert sich im Knochen ein und sorgt für Festigkeit. Kalzium ist vor allem in Milchprodukten, grünem Gemüse sowie in Mineralwasser enthalten. Wichtig ist auch die Versorgung mit Vitamin D. Es bewirkt, dass mehr Kalzium in die Knochen gelangt, und wird vom Körper mithilfe von Sonnenlicht hergestellt. Es kann sinnvoll sein, regelmäßig eine Vitamin-D-Tablette einzunehmen.

Quelle: Wort und Bild Verlag

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