Corona

Fit in den Spätsommer

Fit in den Spätsommer mit den Tipps der Apothekerkammer Hamburg

Antonino Visalli

Die letzten Sommerwochen stehen an, bevor es unaufhaltsam Richtung Herbst geht. Eine gute Gelegenheit, sich herbstfit zu machen. Wie man das Immunsystem im Spätsommer am besten stärkt, warum Vitamintabletten mit Vorsicht eingenommen werden müssen und welche Hygienemaßnahmen in Zeiten der Corona-Pandemie wichtig sind, erfahren Sie in unserem Blog-Artikel.

Fit in den Spätsommer – ganz natürlich

Viele Menschen möchten gerade in Corona-Zeiten ihrem Immunsystem schnell auf die Sprünge helfen und greifen zu Vitaminpräparaten. Allerdings: Die ständige Einnahme der fettlöslichen Vitamine A, D, E und K ist gar nicht nötig. Im Gegensatz zu den wasserlöslichen Vitaminen B, C & Co. kann der Körper die fettlöslichen Vitamine speichern. Vorsicht: Im Fall einer zu hohen Verabreichung kann es zu einer Überdosierung kommen. Vor dem Griff zur Tablette gilt: Klarheit durch eine Blutuntersuchung beim Arzt schaffen. Wird nach einer Diagnose ein entsprechendes Präparat verordnet, kann der Apotheker zur richtigen Einnahme beraten.

Ausgewogen ernähren

Fettlösliche Vitamine stärken im Team die Immunabwehr. Vitamin A steckt in Milch, Käse, Butter, Eigelb oder Fisch wie Heilbutt und Makrele. Weizenkeim-, Sonnenblumen-, Distel- und Olivenöl sowie Butter und Margarine sind gute an Vitamin-E-Lieferanten. Bei Gemüse wird es grün, Vitamin K steckt zum Beispiel in Spinat, Brokkoli und Grünkohl. Auch fetter Fisch wie Aal, Lachs oder Hering zählt zu den Vitamin-K-Quellen. Tipp: vitaminreiche Nahrungsmittel mit ein wenig gutem Öl anreichern, das steigert die Aufnahme.

Trinkmenge prüfen

Der Mensch besteht zu etwa 60 Prozent aus Wasser und benötigt ausreichend Flüssigkeit. Das ist übrigens ganz unabhängig von der Außentemperatur. Nicht auf den Durst warten! Wer zu wenig trinkt, leidet oft an Kopfschmerzen und Müdigkeit. Die Deutsche Gesellschaft Ernährung empfiehlt gesunden Menschen über den Tag verteilt 1,5 bis 2 Liter zu trinken. Ideal sind Wasser, ungesüßte Tees oder Fruchtschorlen. Sportler sollten bedenken: je höher das Leistungsniveau, desto mehr Flüssigkeit ist notwendig.

Fit in den Spätsommer: Frische Luft tanken

Bewegung an der frischen Luft tut gut und füllt gleichzeitig die Vitamin-D-Speicher auf. Der Körper bildet das Vitamin mithilfe des Sonnenlichts selbst aus und speichert es für einige Monate im Fett- und Muskelgewebe. Aus diesen Speichern versorgt sich der Organismus in der sonnenarmen Zeit. Tipp: das Sportprogramm so oft wie möglich in den Park verlegen und auch bei Schietwetter eine Runde um den Block drehen. Damit tut man sich auf doppelte Weise etwas Gutes.

Lüften, Lüften, Lüften

Apropos frische Luft: In der eigenen Wohnung oder in den Büroräumen sollte mehrmals täglich stoßgelüftet werden. Besonders in der Corona-Pandemie hat das richtige Lüften nochmal an Bedeutung gewonnen: Laut Robert Koch-Institut (RKI) sind Aerosole neben der Tröpfcheninfektion die Hauptübertragungswege des Sars-CoV-2-Virus. Einer neuen Studie zufolge ist das Risiko, sich in Innenräumen anzustecken höher als im Freien. Daher gilt: immer für einen guten Luftaustausch (und Abstand) sorgen.

Schlafen für die Fitness

Ausreichend und erholsamer Schlaf sind auch wichtig fürs Immunsystem. Empfehlenswert sind sieben bis neun Stunden Schlaf, damit der Körper ausreichend erholt wird. Tabu: Handy, Laptop & Co sollten nicht als Einschlafhilfe eingesetzt werden. Das blaue Licht und die Strahlung des Handys verhindern laut Experten gutes Ein- und Durchschlafen.

Schlafprobleme? Dann lesen Sie auch unseren Blog-Artikel
mit den sieben besten Schlaf-Tipps.

 

Sie glauben, Symptome einer Coronainfektion bei sich zu erkennen? Wie Sie jetzt richtig handeln, erfahren Sie auf der Website des Bundesministeriums für Gesundheit.

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