Die Zeitumstellung auf Winterzeit steht vor der Tür. In der Nacht zum 27. Oktober 2019 werden in Deutschland die Uhren um eine Stunde von 3 Uhr auf 2 Uhr zurückgestellt. Das bedeutet für viele Menschen: Schlafprobleme. Durch den veränderten Tagesrhythmus kommt die innere Uhr aus dem Tritt. Zwar hat sich das Europäische Parlament für eine Abschaffung der Zeitumstellung ausgesprochen. Doch das wird nicht vor 2021 passieren. Mit unseren sieben Schlaftipps kommen Sie trotz Zeitumstellung (bald wieder) gut durch die Nacht.

Zeitumstellung kann belasten

Morgens früher hell, abends eher dunkel: Das macht vielen Menschen zu schaffen. Die Nacht ist unruhig, man schleppt sich durch den nächsten Tag. Langfristig wirkt sich zu wenig Schlaf auf das Immunsystem des Menschen aus. Schließlich ist ein erheblicher Anteil der Stoffwechselvorgänge an den Tag- und Nachtrhythmus gebunden. Der Transport und Austausch wichtiger Stoffe befähigt den Körper, tagsüber fit zu sein und nachts entspannt zur Ruhe zu kommen. In jeder der Schlafphasen bewältigt der Körper unterschiedliche Aufgaben. Dabei folgt die so genannte Schlafarchitektur einem bestimmten Rhythmus. Schlafen und Wachen, Tief- und Leichtschlafphasen und REM-Traumphasen wechseln sich ab.

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Schlafprobleme lösen

„Drei Dinge helfen, die Mühseligkeiten des Lebens zu tragen: die Hoffnung, der Schlaf und das Lachen“, brachte es schon der Philosoph Immanuel Kant auf den Punkt. Unsere sieben Tipps helfen auf dem Weg zu einer guten Nacht:

  1. Störfaktoren meiden. Alkohol und Nikotin wirken sich negativ auf den Schlaf aus. Auch schweres und fettreiches Essen belastet den Organismus – gerade abends sollten die Mahlzeiten leicht und gut verträglich sein.
  2. Sanft nachhelfen. Baldrian, Hopfen und Lavendel können den Schlaf unterstützen. Allerdings ist Geduld gefragt: Die Wirkung der rezeptfreien Pflanzenpräparate tritt zeitversetzt ein. Bis zu 14 Tage benötigen Baldriankapseln, um ihre volle Wirkung zu entfalten.
  3. Stress abbauen. Moderater Sport, aber auch Entspannungstechniken wie Autogenes Training, Yoga oder Progressive Muskelentspannung wirken sich positiv aus. Ausprobieren lohnt sich. Krankenkassen wie die TK bieten übrigens einen kostenlosen Download mit Übungen zur Progressiven Muskelentspannung
  4. Nickerchen ausfallen lassen. Ein kleiner „Nap“ am Nachmittag scheint zwar verlockend, erschwert aber die kommende Nachtruhe.
  5. Probleme wälzen. Wird man nachts wieder wach, ist das völlig normal. Wer jedoch nicht wieder einschlafen kann, sollte sich nicht darüber ärgern oder ins Grübeln kommen. Besser: Aufstehen, mit einem guten Buch ablenken und erst bei einsetzender Müdigkeit ins Bett. Das Handy bleibt nachts ausgeschaltet. Das bläuliche Licht ähnelt dem Tageslicht und könnte somit die Ausschüttung des Schlafhormons Melatonin beeinflussen.
  6. Arzneien checken. In bestimmten Fällen können auch eingenommene Medikamente die Schlafprobleme verursachen. Ein Beratungsgespräch in der Apotheke bringt Klarheit.

Schlafprobleme oder Schlafstörungen?

Von Schlafstörungen ist die Rede, wenn über einen Zeitraum von circa vier Wochen an mindestens drei Tagen in der Woche kein durchgehender, erholsamer Schlaf zu finden ist. Betroffene, die schon länger unter einem Schlafdefizit leiden, sollten nicht unkritisch zu Tabletten greifen. Schlafsuchende sollten sich besser beraten lassen und im ersten Schritt beruhigende natürliche Mittel ausprobieren. Bringt das keine Erleichterung, sollte zusammen mit einem Arzt über andere Therapien nachgedacht werden.