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Tabuthema? Von Blähungen bis Mundgeruch

Tabuthema? Der Apotheker als Heilberufler berät auch zu Mundgeruch, Blähungen oder Fußpilz.

ABDA

Von Blähungen bis Mundgeruch– unangenehme Gesundheitsbeschwerden sind viele ein Tabuthema. Allerdings: Die meisten schweigen aus falsch verstandener Scham und leiden im Stillen. Dabei kann man diese gesundheitlichen Beeinträchtigungen oft gut in den Griff bekommen. Warum Mundgeruch, Blähungen oder Fußpilz kein Themathema sein sollten und wie eine diskrete Beratung in der Apotheke hilft, lesen Sie in diesem Blog-Artikel.

Tabuthema Blähungen sanft lösen

Reichhaltiges Essen, zu viel Alkohol oder Kaffee, blähend wirkende Lebensmittel wie Kohl oder Rohkost: Blähungen können viele Ursachen haben. In vielen Fällen hilft es schon, das eigene Verhalten unter die Lupe zu nehmen:

  1. Von Blähungen oft geplagt? Dann sollten Betroffene gut aufpassen, was bei ihnen blähend wirkt. Nicht jeder hat nach frischem Möhrensalat, Mineralwasser oder Hefegebäck Blähungen, andere quälen sich nach dem Verzehr damit.
  2. Langsam essen und gut kauen. Dadurch nimmt man weniger Luft auf und reduziert mögliche Blähungsprobleme. Auch ein kleiner Spaziergang nach dem Essen wirkt sich positiv auf die Verdauung aus.
  3. In der Apotheke kann man sich Arzneitees mit Fenchel oder Anis oder pflanzliche Präparate empfehlen lassen. Keine falsche Scham, der Apotheker als Heilberufler kennt keine Tabuthemen. Wer das Gespräch im Apothekenraum scheut, kann nach einer diskreten Beratungsmöglichkeit fragen.

Blasenschwäche ist kein Tabuthema!

Immer auf der Suche nach der nächsten Toilette? Mit zunehmendem Alter kann es schwieriger werden, den Urin zu halten. Aber auch Schwangere kennen das Problem, gefühlt immer zu „müssen“.

  1. Den Beckenboden durch gezielte Gymnastik stärken ist ein einfaches, aber wirkungsvolles Mittel gegen Blasenschwäche. Sanfter Sport wirkt sich positiv auf die gesamte Muskulatur aus.
  2. Klingt paradox, aber: Auch wer unter einer Blasenschwäche leidet, sollte ausreichend trinken. Niere und Blase werden gut durchspült, das Risiko von Harnwegsinfekten sinkt. Diese können übrigens eine Blasenschwäche begünstigen.
  3. Auslaufsichere Vorlagen helfen, wenn Urin unkontrollierbar abgeht. Falsche Scham ist nicht sinnvoll: Wer unter einer Blasenschwäche leidet, sollte sich beraten lassen.

Fußpilz behandeln!

Der Frühling bringt sie wieder ans Tageslicht: die Füße. Zeigen sich bei der genaueren „Inspektion“ der Füße Hauteinrisse oder juckende, trockene Stellen an Zehen oder am Fußrand, kann das auf Fußpilz hinweisen. Handeln ist gefragt, denn Fußpilz verschwindet nicht von allein.

  1. Spezielle Fußcremes aus der Apotheke werden regelmäßig angewendet, manche mehrere Wochen lang. Die Behandlung sollte so lange durchgeführt werden, bis die Haut an den Füßen komplett abgeheilt ist.
  2. Fußbäder können die Behandlung unterstützen.
  3. Hygiene ist Pflicht: Socken und die eigenen Handtücher sollten bei mindestens 60 Grad gewaschen werden.

Kein Tabu: Hämorrhoiden

Jeder hat sie, keiner spricht über sie: Die Rede ist von Hämorrhoiden. Sie können sich vergrößern, dadurch aus dem Enddarm hervortreten und Beschwerden verursachen. In den meisten Fällen gehen Hämorrhoiden nicht von selbst zurück, daher steht schon bei den ersten Anzeichen ein Arztbesuch an.

  1. Wird ein Hämorrhoidalleidens festgestellt und ist Juckreiz das Hauptproblem, sind zusammenziehende oder juckreizstillende Cremes mit einem betäubenden Wirkstoff Mittel der ersten Wahl.
  2. Sitzen die Beschwerden tiefer, gibt es Zäpfchen zum Einführen oder Salben für die äußere, weniger tiefe Anwendung.
  3. Die Analpflege sollte nicht übertrieben werden. Nach dem Stuhlgang reicht es, die Afterregion mit lauwarmem Wasser zu reinigen und sanft zu trocknen.

Auch kein Tabuthema: Kopfläuse. Wie man die Plagegeister in den Griff bekommt, lesen Sie in unserem Blogartikel Kopfläuse- was nun?.

Tabuthema Mundgeruch?

Ein heikles Thema, denn Mundgeruch bemerkt man selbst nicht. Meist ist die Mundhöhle selber der Entstehungsort, nicht der Magen-Darmtrakt. Fäulnisbakterien zersetzen dort Eiweiß und beseitigen abgestorbene Schleimhautzellen. Schwefelverbindungen werden freigesetzt – je mehr, umso stärker der Geruch. Hier ist das nähere Umfeld gefragt. Familie, Freunde oder Kollegen sollten sich ein Herz fassen und Betroffene vorsichtig auf das Problem ansprechen.

  1. Mundhygiene ist ganz wichtig. Neben der regelmäßigen Pflege mit Zahnbürste und Zahnseide sollte auch ein Zungenschaber zum Einsatz kommen, um Beläge zu entfernen.
  2. Zwischendurch helfen Mundpflegekaugummis, die Mundhöhle von Bakterien zu befreien. Außerdem hilft alles, was den Speichelfluss anregt: Kaugummi kauen, zuckerfreie Bonbons lutschen, Äpfel essen und ausreichende Mengen trinken.
  3. In manchen Fällen kann Mundgeruch auf Krankheiten hinweisen. Wer unsicher ist, kann sich diskret Hilfestellung in der Apotheke holen.

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