Die Weihnachtszeit ist für Viele eine Zeit des ausgiebigen Genießens. Ob kandierte Äpfel oder Gänsebraten – wer es übertreibt, leidet unter Umständen schnell an Sodbrennen. Das brennende Gefühl in der Speiseröhre kann äußerst lästig und eine richtige Qual sein. Das Team in der Apotheke vor Ort erklärt, wie Sodbrennen entsteht, auf welche möglichen Auslöser man achten sollte und wie Betroffene durch Selbstmedikation die Beschwerden lindern können.
Typische Auslöser
Unser Magensaft enthält etwa 0,5 Prozent Salzsäure, die für die Verdauung notwendig ist. Wenn dieser saure Mageninhalt in die empfindliche Speiseröhre aufsteigt, kommt es zum Sodbrennen. Das ist zwar in den meisten Fällen harmlos, aber sehr unangenehm. Mögliche Auslöser sind zum Beispiel „Säurelocker“ wie Kaffee, Alkohol, Süßigkeiten oder Gewürze. Auch Stress oder eine Funktionsstörung des Magenpförtners können die Ursache sein. Der Magenpförtner ist der Schließmuskel zwischen Magen und Speiseröhre. Was viele nicht wissen: Personen, die regelmäßig bestimmte Schmerzmittel einnehmen, sind ebenfalls häufiger betroffen.
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Sodbrennen vorbeugen
Damit Sodbrennen gar nicht erst entsteht, gibt es einige einfache Tipps. So ist es sinnvoll, fettreiche und süße Speisen wie Geräuchertes oder Schmalzkuchen zu meiden. Außerdem sollten Betroffene auf Kaffee, Kakao, Cola und zitrushaltige Säfte verzichten. Mehrere kleine, leichte Gerichte sind bekömmlicher als allzu üppige Mahlzeiten. Ein Spaziergang nach dem Essen unterstützt die Verdauung. Eine ausgewogene Ernährung, regelmäßige Bewegung, Abnehmen und Stressabbau können ebenfalls dazu beitragen, Sodbrennen zu verhindern.
Schnelle Hilfe durch Magensäurebinder
Wenn Sodbrennen nur gelegentlich auftritt, sind Magensäurebinder eine gute Wahl. Sie sind rezeptfrei als Kautabletten oder als Gel im Portionsbeutel erhältlich, wirken sofort und lindern das Brennen innerhalb kurzer Zeit. Tipp: Damit die Feiertage ungestört verlaufen, empfiehlt es sich, die Hausapotheke schon jetzt mit einem passenden Präparat auszustatten.
Magensäureblocker: langanhaltend wirksam
Protonenpumpenhemmer (PPI), auch Magensäureblocker genannt, unterbinden die Bildung der Magensäure. Ihre Wirkung setzt erst nach einigen Stunden ein, hält dann aber für etwa 24 Stunden an. Die Hemmer sind rezeptfrei erhältlich und sehr wirksam, weshalb Patienten, die häufig Sodbrennen haben, öfter zu PPI greifen. Dabei kann jedoch ein Teufelskreis entstehen: Je länger Betroffene die Mittel einnehmen, desto schwieriger fällt das Absetzen. Denn wenn die normale Säureproduktion wieder einsetzt, wird dies oft als besonders unangenehm empfunden. Die Apotheke vor Ort kann helfen, diesen Kreislauf zu durchbrechen.
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Auf Wechselwirkungen achten
Egal ob Betroffene zu Magensäurebindern oder Protonenpumpenhemmern greifen: Wer bereits andere Arzneimittel einnimmt, sollte sich vor einer Selbstmedikation auf jeden Fall beraten lassen, um gefährliche Wechselwirkungen zu vermeiden.
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