Ernährung

Fasten als Diätersatz – eine gute Alternative?

Bauch mit Händen und Blume

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Die Feiertage liegen nun schon eine Weile zurück und der Frühling steht vor der Tür. Viele möchten sich jetzt noch schnell in Form bringen und probieren wieder einmal eine neue Diät aus. Doch eine Form der Ernährung wird immer beliebter, wenn es um die Gewichtsregulierung geht: Das Intervall-Fasten und Fasten-Kuren.

Arten des Fastens

Eine Form ist das Heilfasten, dabei wird mehrere Tage oder Wochen am Stück auf Nahrung und kalorische Getränke verzichtet. Dem gegenüber steht die beliebte Form des Intervallfastens, bei dem man lediglich den Zeitraum der Nahrungsaufnahme am Tag beschränkt. Auch hier gibt es verschiedene Möglichkeiten: Beim alternierenden Fasten, auch eins zu eins genannt, wechseln sich ein Fasten- und ein Essenstag ab. Bei der 5:2-Diät gibt es zwei feste Fastentage in der Woche, an denen die Kalorienaufnahme auf rund 500 kcal beschränkt werden sollte. Das 16 zu 8-Modell beschreibt, dass nur in dem gewählten Zeitfenster von 8 Stunden Nahrung aufgenommen wird, die übrige Zeit wird vollkommen darauf verzichtet.

Üblicherweise kann das Intervallfasten auch über längere Zeiträume hinweg angewendet werden, während sich Heilfasten-Kuren nur auf einen kurzen Zeitraum beschränken.

Welche Vorteile hat das Intervallfasten?

Bereits seit einiger Zeit ist bekannt, dass eine längere Zeit ohne Nahrung den Prozess der Autophagie aktiviert. Das bedeutet in der Zelle werden alte oder defekte Bestandteile abgebaut und neu verwertet. Das könnte gesundheitliche Vorteile bei bestimmten Krankheiten mit sich bringen, die aktuell noch näher erforscht werden.

Gegenüber normalen Diäten wird beim Fasten häufig herausgestellt, dass der Körper sich während der Fastenphase vom Glucose- auf den Fettstoffwechsel umstellt. Wenn der Körper über eine längere Zeit keine oder nur wenig Nahrung bekommt, fehlt ihm die Energie aus der Glucose. Dann nutzt er Stoffe aus dem Fettgewebe, um sie gespaltet und umgewandelt als Energieressource zu nutzen, die vor allem dem Gehirn dient. Es ist aber noch nicht eindeutig erforscht nach welchem Zeitraum des Fastens diese Phase einsetzt. Dazu gibt es bisher Angaben zwischen 8 und 18 Stunden.

Durch die automatisch verringerte Energiezufuhr bei einem beschränkten Zeitfenster zur Nahrungsaufnahme und den ausgelösten Abläufen im Körper kann der Fettabbau gefördert werden und so beispielsweise bei übergewichtigen Personen zur Gewichtsreduktion beitragen. Im Vergleich zu einer herkömmlichen, energiereduzierten Diät scheint der Verlust der fettfreien Masse beim Fasten geringer zu sein.

Ist der Hype um die Methode berechtigt?

Schon bevor es ausreichend Daten aus Studien mit Menschen gab, waren viele sehr überzeugt vom Intervallfasten. Auch jetzt laufen noch Studien bezüglich der Auswirkungen des Fastens auf bestimmte chronische Krankheiten und auch Krebs. Je nach Ziel und Patient kann diese Methode trotz der Vorteile ungeeignet sein. Beispielsweise ist der Effekt zur Gewichtsabnahme bei Krebspatienten natürlich ungewollt, bei vielen Übergewichtigen aber der zentrale Aspekt der Methode. Da es beim Intervallfasten meist keine Regeln bezüglich der Lebensmittelauswahl gibt, heißt es auch nicht automatisch, dass Fastende ihre Ernährung umstellen und gesünder gestalten.

Was sich bisher aus der dürftigen Studienlage ergibt, ist, dass das Intervallfasten in den Studien gut abzuschneiden scheint. Es weist keine negativen Nebenwirkungen auf und stellt eine Alternative zur herkömmlichen, kalorienrestriktiven Diät dar, ist ihr aber nicht überlegen.

Seinen Blutdruck zu kennen, kann sinnvoll sein. Daher ist es wichtig zu wissen, wie man ihn richtig misst. Wie das geht, hat Lüttje Duddkopp in seinem letzten Abenteuer gelernt. Lesen Sie dazu mehr im letzten Gesundheitsschnack.

 

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