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Heuschnupfen: Beschwerden lindern

Hasel, Birke oder Erle: Die Frühblüher machen es Heuschnupfen-Patienten nicht leicht.

Foto: ClipDealer

Heuschnupfen-Pollen, sie sind der Schrecken vieler Allergiker. Der Frühling hat noch nicht einmal begonnen und schon fliegen sie (wieder). Denn einige Pflanzen geben bereits ab Dezember die ersten Pollen ab. Andere blühen bis weit in den Winter herein. Das bedeutet im Umkehrschluss auch: Fast ganzjährig kämpfen Allergiker mit Heuschnupfen. Wie man mit geröteten und juckenden Augen, Fließschnupfen, geschwollenen Schleimhäute oder gelegentlichen Kopfschmerzen umgehen sollte und was passiert, wenn man die Beschwerden „aussitzt“, erfahren Sie in unserem Blog-Artikel.

Heuschnupfen: Ursachen

Umwelteinflüsse wie Zigarettenrauch und eine erblich bedingte Veranlagung können für den Heuschnupfen verantwortlich sein. Autoabgase stehen zusätzlich in Verdacht, die allergieauslösende Eigenschaft der Pollen zu verstärken.

Pollen fliegen (schon) wieder

Die Witterung in diesem Winter ist vergleichsweise mild, im Flachland fliegen schon erste Hasel- und Erlenpollen. Die Vorboten der „neuen“ Allergiesaison können bereits starke allergische Reaktionen auslösen. Sie reichen von einer fließenden Nase über juckende Augen bis hin zur Luftnot. Wer die Beschwerden aussitzt, riskiert nicht nur einen Dauerschnupfen.

Heuschnupfen: Etagenwechsel meiden

Besonders gefährlich wird es, wenn es zu einem sogenannten Etagenwechsel kommt. Dabei kann sich ein harmloser Heuschnupfen bei Nichtbehandlung auch zu einer schweren Atemwegserkrankung wie Asthma entwickeln. Ein Heuschnupfen sollte grundsätzlich nicht verharmlost, sondern kompetent behandelt werden. Treten die Symptome länger als vier aufeinander folgende Tage oder mehr als vier Wochen pro Jahr auf, ist ein Arztbesuch sinnvoll. Das gilt auch, wenn die in der Apotheke frei erhältlichen Medikamente keine Linderung bringen.

Heuschnupfen erträglich machen

Antiallergische rezeptfreie Augentropfen sind gut verträglich und helfen bei geschwollenen Augen. Sie werden direkt in den Bindehautsack eingeträufelt. Damit sich der Wirkstoff entfalten kann, sollten die Augen nach der Anwendung kurz geschlossen bleiben. So werden sie nicht gleich mit der Tränenflüssigkeit ausgeschwemmt. Patienten, denen die Anwendung schwerfällt, können die Augentropfen auch auf die geschlossenen Augen in den inneren Augenwinkel geben und danach das Auge öffnen. So gelangt der Wirkstoff ebenfalls an die Bindehaut. Wichtig: Der Tropfer sollte das Auge nicht berühren. Auch Kühlkompressen bringen Linderung.

Sie haben vergessen, was der Apotheker Ihnen geraten hat? Wie die Beipackzettel helfen kann, erfahren Sie in unserem Blog.

Pollen wegspülen

Mit abendlichen Nasenduschen, am besten mit physiologischer Kochsalzlösung, werden die Pollen aus der Nase gespült. Im Akutfall können kurzfristig antiallergische oder cortisonhaltige Nasensprays oder Anti-Allergietabletten helfen. Während der Pollensaison gilt außerdem: abends duschen, Haare waschen, Kleider nicht im Schlafzimmer ausziehen, Kopfkissenbezug häufig waschen.

Bei Allergie: Gut planen

Wer gern im Freien aktiv ist, sollte die Zeiten des Pollenflugs berücksichtigen. So ist die Belastung an windigen Tagen oder in den Abendstunden höher. Nach einem kräftigen Regenguss befinden sich hingegen wenig Pollen in der Luft. Aufschluss, welche Pollen wann unterwegs sind, gibt auch der Gefahren-Index des Deutschen Wetterdienstes.

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