Ernährung

Eisenmangel – jetzt gegensteuern

Eisenmangel beeinträchtigt nicht nur das Wohlbefinden. Wer über die Nahrung zu wenig Eisen aufnimmt, riskiert Mangelerscheinungen, etwa das Gefühl von Abgeschlagenheit

Andrea Piacquardi/Pexels

Eisenmangel beeinträchtigt nicht nur das Wohlbefinden. Wer über die Nahrung zu wenig Eisen aufnimmt, riskiert Mangelerscheinungen, etwa das Gefühl von Abgeschlagenheit. Lesen Sie in unserem Blog-Artikel, wann eine Supplementierung sinnvoll ist und was es dabei zu beachten gilt.

Eisen – wichtig für die Blutbildung

Damit der Körper genügend Blut bildet, benötigt er Eisen. Steht davon nicht ausreichend zur Verfügung, sackt unter anderem der Wert des roten Blutfarbstoffes Hämoglobin (Hb-Wert) ab. Dieser sollte bei Frauen über 12 g/dl liegen, bei Männern über 13 g/dl. Liegt der Wert darunter, kann das ein Zeichen für eine Blutarmut sein, zum Beispiel die sogenannte Eisenmangel-Anämie.

Eisenmangel und die Folgen

Müdigkeit, Kopfschmerzen, Konzentrationsdefizite, Herzrasen, Schwindelgefühle und Blässe: Das können die Folgen eines Eisenmangels sein. Typisch sind auch brüchige Nägel, Haarausfall und schlecht heilende Einrisse, etwa an den Mundwinkeln. Ein Eisendefizit ist die häufigste Mangelerscheinung – und auch die relevanteste Ursache für Blutarmut.

Eisenmangel – Frauen oft betroffen

Als besonders gefährdet gelten Frauen, die eine starke Menstruationsblutung haben und dadurch Eisen verlieren. Doch auch Männer sind betroffen. Denn Eisenmangel kann auch durch eine verminderte Aufnahme entstehen, etwa als Folge unausgewogener Ernährung oder von Darmerkrankungen wie Morbus Crohn oder Zöliakie.

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Behandlungsmöglichkeiten

Schließt der Arzt derlei Grund­erkrankungen aus, lässt sich der Eisenmangel in der Regel leicht behandeln. Neben Ernährungstipps bekommen Patienten dann Eisentabletten zur täglichen Einnahme – meist über einen Zeitraum von mehreren Wochen bis mehrere Monate. Die Tabletten wirken in der Regel gut, können aber zu Nebenwirkungen führen, wie Übelkeit, Magenschmerzen, Verstopfung sowie einer Verfärbung des Stuhls. Wer die Tabletten auch nach ein paar Tagen noch nicht auf nüchternen Magen verträgt, kann sie auch während des Essens oder kurz danach nehmen. Das schützt die Schleimhäute.

Allerdings sollten Eisenpräparate nicht mit Milchprodukten eingenommen werden. Auch zur Gabe anderer Medikamente ist ein zeitlicher Abstand einzuhalten, da sonst deren Wirkung verändert werden kann. Gleichzeitig können manche Medikamente die Aufnahme von Eisen verringern.

Lebensmittel im Fokus

Eisenreiche Lebensmittel sind rotes Fleisch, Blattgemüse, Hülsenfrüchte wie Linsen oder Erbsen, Nüsse sowie Vollkornprodukte. Vegetarier sollten daran denken, dass der Körper pflanzliches Eisen schlechter verwertet als tierisches. Es verbessert die Eisenaufnahme, wenn mit der Nahrung auch viel Vitamin C und organische Säuren wie etwas Zitronensäure, aufgenommen wird.

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