Sie sind weltweit auf dem Vormarsch und gefährden die Bekämpfung von bakteriellen Infektionskrankheiten. Die Rede ist von Antibiotikaresistenzen. Doch was ist eine Resistenz überhaupt? Sie kann entstehen, wenn der Wirkstoff zu häufig, unsachgemäß und vor allem unnötig eingesetzt wird. Werden Antibiotika zum Beispiel gegen eine durch Viren hervorgerufene Erkältung eingenommen, tut das nichts für die Gesundheit. Im Gegenteil: Das Risiko, dass eine Resistenz entsteht, erhöht sich.

Schnell und stark gegen bakterielle Infektionen

Der Bakteriologe Alexander Fleming machte das erste Antibiotikum bekannt. Es hieß Penicillin. 1945 wurde der Schotte dafür mit dem Nobelpreis ausgezeichnet. Seit ihrer Entdeckung sind Antibiotika die wichtigste Waffe bei der Behandlung bakterieller Infektionen. Der Arzt hat Antibiotika verschrieben? Dann muss das Präparat unbedingt so eingenommen werden wie verordnet. Die Regel lautet immer: soviel wie nötig, so wenig wie möglich.

Wirkstoffspiegel muss stimmen

Denn ob zu niedrig oder zu hoch dosiert, beides kann für den Patienten Konsequenzen haben. Wer zu häufig zu Antibiotika greift, läuft Gefahr, dass der Arzneistoff Bakterien nichts mehr anhaben kann. Der Arzt hat dann immer weniger Therapiemöglichkeiten. Auch das eigenmächtige Absetzen kann Folgen haben. Die verbliebenen Keime werden resistent oder die nicht abgetöteten Keime sind Auslöser einer neuen Infektion.

Erkältung, und nun?

Gegen Viren sind Antibiotika völlig machtlos. Und damit auch gegen Erkältungen, unter der jetzt viele leiden. Diese werden nämlich durch Rhinoviren ausgelöst. Die unangenehmen Symptome lassen sich allerdings gezielt lindern. Gegen eine verstopfte Nase hilft ein abschwellendes Nasenspray. Schleimlösende Hustensäfte werden tagsüber eingesetzt. Zur Nacht empfiehlt sich bei stark quälendem Husten ein Hustenstiller. Lutschpastillen oder Rachensprays helfen bei Halsschmerzen. Bei einer Blasenentzündung gilt zunächst abwarten und buchstäblich Tee trinken. Ruhe und Wärme sind jetzt eine gute Idee. Bessert sich der Zustand allerdings innerhalb von drei Tagen nicht, heißt es: ab zum Arzt.

Immer schön warm halten

Eine wärmende Mütze und ein kuscheliger Schal sind  im Winter wichtige Accessoires – auch wenn sie den Kontakt mit Erkältungsviren natürlich nicht vermeiden können. Wichtig ist es bei den kalten Temperaturen, das Immunsystem gezielt zu stärken. Ein Spaziergang an Elbe oder Alster, eine Runde Sport und ausreichend Schlaf können dazu beitragen, der Erkältung ein Schnippchen zu schlagen.

Weitere Informationen rund um Antibiotika gibt es auf hamburg.de