Der Lüttje Duddkopp

Lüttje Duddkopp und das kleine Immun-Lexikon

Lüttje Duddkopp

Ein frischer Wind weht über die Alster. Zwischen orangefarbenen Blättern gleitet Lüttje Duddkopp über die Stadt. Der Herbst hat Hamburg fest im Griff und mit ihm kommen die ersten kalten Nasen und hustenden Stimmen. Vor einer Apotheke in Altona entdeckt die kleine Möwe Familie Schulz. Mutter Anja tritt gerade ein, die Kinder fest an der Hand. Zu Hause liegt Papa Sönke mit einer Decke auf dem Sofa. „Dat klingt ganz nach Erkältungstied“, murmelt Lüttje Duddkopp und lässt sich neugierig auf dem Fenstersims nieder.

Drinnen begrüßt der Apotheker Anja freundlich. Sie sucht etwas gegen Papas Sönke Erkältung. Auf dem Tresen liegen Flyer und eine Schautafel mit der Überschrift: „Das kleine Immun-Lexikon – Stark durch den Herbst“.

Der Apotheker erklärt ruhig, dass das Immunsystem jetzt besondere Aufmerksamkeit brauche, nicht nur durch Medikamente, sondern durch viele kleine Alltagsgewohnheiten. Lüttje Duddkopp neigt den Kopf und lauscht neugierig.

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Der einfachste Schutz: Händewaschen

Der Apotheker deutet auf ein Plakat neben dem Eingang. Gründliches Händewaschen, sagt er, entferne die meisten Krankheitserreger, besonders nach dem Heimkommen oder vor dem Essen. Lauwarmes Wasser und Seife genügen. Desinfektionsmittel sind nur nötig, wenn kein Waschbecken in der Nähe oder das Infektionsrisiko erhöht ist. Zu häufige Anwendung kann die Haut reizen. Anja nickt nachdenklich. „Das nehmen wir uns wieder bewusster vor.“ „Einfach und wirkungsvoll, dat weet kaum een“, denkt Lüttje Duddkopp.

Vitamine & frische Kost

Zwischen bunten Flyern und einer herbstlichen Dekoration mit Äpfeln und Karotten erklärt der Apotheker, dass Obst und Gemüse viele Vitamine und Antioxidantien liefern, die das Immunsystem stärken. Besonders Vitamin C aus Sanddorn oder Paprika, Zink aus Vollkornprodukten und Vitamin D aus Sonnenlicht sind wichtig. Da die Eigenbildung im Winter oft nicht ausreicht, kann ein Präparat nach ärztlicher Empfehlung helfen. „Ich hab’ heute Suppe mit allem drin, was hilft“, sagt Anja leise und lächelt. Die Kinder strahlen. „Mit extra viel Möhre für Papa?“ – „Na klar“, antwortet sie. „Dat schmeckt besser als Tabletten, wenn man’s klug anstellt“, denkt Lüttje Duddkopp.

Wärme, Bewegung und ausreichend Schlaf

Während er die Tüte mit den Medikamenten für Papa Sönke befüllt, spricht der Apotheker darüber, wie wichtig es ist, sich warm zu halten, regelmäßig an die frische Luft zu gehen und genug zu schlafen. Bewegung hält das Immunsystem aktiv, guter Schlaf gibt dem Körper Zeit zur Regeneration. Anja erzählt, dass ihre Kinder nach dem Spaziergang am liebsten heißen Tee trinken. Der Apotheker nickt zufrieden. „Kleine Routinen“, sagt er, „machen oft den größten Unterschied.“

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Impfungen und Vorsorge

Zum Schluss legt er einen Flyer zur Grippe- und Coronaimpfung in die Tüte. Gerade im Herbst, erklärt er, sind sie besonders wichtig. Sie schützen gezielt vor bestimmten Viren und entlasten so das Immunsystem. Der empfohlene Zeitraum liegt zwischen Oktober und Mitte Dezember. Viele Apotheken bieten Beratung oder die Impfungen direkt an.

Anja bedankt sich, steckt die Tüte ein und zieht die Kinder an sich. Draußen weht der Wind durch die Bäume, das Laub raschelt auf dem Pflaster. Lüttje Duddkopp nickt. „Dat is so’n Klassiker im Immun-Lexikon – un dat richtig Wichtige obendrein.“ Dann breitet die Möew ihre Flügel aus, steigt über die Dächer und blickt auf das warme Licht in den Fenstern.

„So manch een denkt, Immunität is wat Kompliziertes“, murmelt sie. „Dabei is dat kleine Immun-Lexikon ganz einfach: waschen, essen, warmhalten, schlafen un lachen. De Apotheker weet, wie dat geiht.“ Mit einem letzten Flügelschlag verschwindet sie über der Alster, während unten die Lichter Hamburgs leuchten.