Mok di plietsch

Zecken – Vorsicht, wenn es wärmer wird

Zecke auf Blatt

Foto: Erik_Karits/Pixabay

Die ersten warmen Tage des Jahres locken viele hinaus in die Natur. Dabei wird häufig vergessen, dass mitFrühling und dem Sommer auch einige Tücken kommen. So beginnt gerade auch wieder die Saison der Zecken. Irrtümer rund um die Spinnentiere halten sich noch immer hartnäckig. Es ist deshalb wichtig, dass Personen, die sich unbesorgt im Grünen bewegen wollen, ein grundlegendes Wissen haben.

Vorkommen in Deutschland

Es ist allgemein bekannt, dass Zecken Krankheitserreger übertragen können. Besonders gefährlich ist FSME (Frühsommermeningitis), die durch krankheitserregende Borrelien ausgelöst wird. Bis zu 30 Prozent der Zecken in Deutschland sind von den Erregern befallen, übertragen werden sie häufiger im süddeutschen Raum.  

Zecken halten sich besonders gerne in Gebieten auf, die dauerhaft beschattet sind und eine relativ hohe Luftfeuchtigkeit aufweisen. Die Wälder in Mitteleuropa sind hierfür besonders gut geeignet, aber nicht nur im Wald trifft man auf die Tiere. Auch am Waldrand, schattigen Wiesen oder kleineren Ansammlungen von Bäumen und Büschen sind sie zu finden.

Aktiv sind Zecken außerdem nicht nur im Sommer, sondern vom Frühling bis in den Herbst. Schon ab Temperaturen von nur fünf bis sieben Grad suchen sie sich Wirte. Damit kann sich die Zeckenzeit durchaus auch vom Februar bis in den November ausdehnen.

Erste Hilfe: Zeckenstich

Hat es eine Zecke geschafft zuzustechen, ist erste Hilfe angesagt. In so einem Fall gilt, je schneller, desto besser. Wenn die Zecke sofort und möglichst vollständig wieder entfernt wird, ist die Infektionsgefahr am geringsten. Auf keinen Fall sollte man die Zecke am vollgesogenen Körper greifen oder sie mit Öl oder Klebstoff beträufeln. Das Tier könnte sonst seinen Speichel und Darminhalt mitsamt der Krankheitserreger in die Wunde abgeben.

Beim Entfernen sollte das Tier nicht gedreht, sondern möglichst nah an der Hautoberfläche gepackt und dann langsam und gerade herausgezogen werden. Dafür empfiehlt es sich im Reisegepäck eine Pinzette oder Zeckenzange mitzuführen. Sinnvoll ist auch die Wunde anschließend zu desinfizieren. Wenn sich einige Tage später ein roter Fleck um die Einstichstelle bildet oder grippeähnliche Symptome auftreten, sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden.

Vorsicht ist besser als Nachsicht

Wenn man also einen Ausflug in die Natur, durch Wald und Wiesen plant, sollte man sich gut vorbereiten. Um den Tieren möglichst wenig Angriffsfläche zu geben, ist es sinnvoll lange Kleidung zu tragen. Wem das im Sommer zu warm ist, kann auf Insektenschutzsprays zurückgreifen. Zwar sind Zecken keine Insekten, sondern Spinnentiere, allerdings sind viele Sprays auch gegen sie wirksam. Damit der Schutz bestehen bleibt, muss das Spray nach einiger Zeit neu aufgetragen werden. Die Präparate unterscheiden sich nach Zielgruppe und Inhaltsstoffen, doch die meisten wirken durch enthaltene Repellentien. Damit wird ein Schutzmantel um die Haut gelegt, dessen Duft Zecken unangenehm finden. Die Apotheke vor Ort kann bei der Auswahl des richtigen Mittels beraten.

Lesen Sie auch unseren Beitrag zum Thema „Insektenschutz“.

 

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