Mok di plietsch

So geht der richtige Insektenschutz

Frau sprüht Insektenschutz auf

Adobe Stock/encierro

Auch im Spätsommer surrt und krabbelt es noch immer überall.  Die fleißigen Helfer sind wichtig für Natur und Landwirtschaft. Ohne sie blieben unsere Teller leer. Doch Wespen, Bienen und Co. auf dem Kuchen oder der Grillwurst sind nicht nur lästig. Ihr Stich kann auch richtig gefährlich werden.  Selbst „harmlose“ Mückenstiche können sich entzünden. Andere Insekten können schwere Krankheiten übertragen. Deshalb ist ein guter Insektenschutz im Alltag wie im Urlaub wichtig, um Stiche bestmöglich zu vermeiden.

Vorsorge ist die beste Sorge

Auch bei Insekten ist Vorsorge die beste Sorge, denn die lästigen Stiche können leicht und effizient vermieden werden. Ein im Sommer eher unbeliebter, aber sehr hilfreicher Schutz, ist helle Kleidung die den ganzen Körper bedeckt. Das mag vielleicht nicht allzu schön sein, aber erfüllt seinen Zweck. Wem dies zu warm und unpraktisch ist, kann auch auf Insektenabwehrsprays zurückgreifen. Diese bieten zwar keinen hundertprozentigen Schutz, aber halten die meisten Insekten fern. Beim Kauf sollte darauf geachtet werden, dass es auch gegen Zecken hilft. Diese übertragen oft diverse Bakterien und Viren, die bei Menschen Krankheiten auslösen. Falls dennoch mal eine Zecke am Körper gefunden wird, sollte diese schnellstmöglich entfernt werden. So wird das Risiko sich mit einer Krankheit anzustecken minimiert. Zusätzlich sollte nach einem Biss, mehrere Wochen lang, die Stelle und das Wohlbefinden des Betroffenen beobachtet werden. Wenn Symptome auftreten oder sich eine kreisförmige, rote bzw. wandernde Stelle um die Wunde bildet, sollte auf jeden Fall ein Arzt zu Rat gezogen werden.

Um beim nächsten Spaziergang durch den Wald gut gewappnet zu sein, empfehlen sich zudem Zeckenkarte oder Zeckenzange. Die sind klein und passen in jedes Portemonnaie.

Und nun?

Stechen Mücke, Biene und Co. doch mal zu, empfiehlt es sich, den Stich direkt mit Eis oder kaltem Wasser zu kühlen, so dass Schwellungen minimiert werden. Führt dies nicht zum gewünschten Effekt, können antiallergische Gels oder Stifte genutzt werden. Zusätzlich helfen auch Sprays oder Cremes mit Kortison. Ziel ist es, die Rötung und den Juckreiz schnell und effizient zu lindern. So wird auch die Gefahr reduziert, dass sich der Stich durch Kratzen und Verunreinigungen entzündet. Nach ein paar Stunden sollte das Präparat noch einmal aufgetragen werden, um die Wirkung aufzufrischen.

Für besonders empfindliche Menschen empfiehlt es sich, bei Aufenthalten im Freien immer ein Präparat dabei zu haben, um Stiche im Notfall schnellstmöglich zu behandeln.

Wenn der Stich nicht ohne Folgen bleibt

Doch auch bei größtmöglicher Vorsorge, kann sich ein Stich mal infizieren. Dies passiert schnell, wenn am Stich gekratzt wird und so Bakterien in die Wunde gelangen. Sie können Entzündungen verursachen, die sich bei Nichtbehandlung auf den ganzen Körper ausbreiten können. Bei grippeähnlichen Symptomen, Unwohlsein, Schwindel oder Blutdruckabfall sollte deshalb unbedingt ein Arzt um Rat gefragt werden.

Ebenfalls sollte ein Arzt aufgesucht werden, wenn eine Wespe oder Biene besonders empfindliche Körperteile gestochen hat. Dazu zählt etwa die Oberlippe, der Mund oder auch der Rachen.  Besondere Vorsicht ist geboten, wenn Betroffene allergisch gegen bestimmte Insekten sind. Um einen allergischen Schock zu vermeiden, sollten sie immer ein Soforthilfeset dabei haben.

Dieses erhalten Sie, wie viele weitere Helfer gegen Insektenstiche, in ihrer Apotheke vor Ort. Die Apothekerinnen und Apotheker in Hamburg beraten auch gern persönlich zum bestmöglichen individuellen Schutz vor Insektenstichen und deren unangenehmen Folgen.

Haben Sie sich schon über die Politiker und Parteien für die Wahl informiert? Kai-Peter Siemsen, Präsident der Apothekerkammer Hamburg, hat Gespräche mit Hamburgs Politikern geführt. Schauen Sie sich die Videos auf unserem YouTube Kanal an!

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