Eine Verstopfung ist unangenehm und kann das Leben schwer machen. Oft bringen schon Hausmittel die Verdauung wieder in Gang. Lesen Sie in unserem Blog-Artikel, was Sie bei Verstopfung tun können. Ihr Darm reagiert eher gereizt? Lesen Sie in unserem Blog-Artikel alles zur richtigen Ernährung bei Reizdarm.

Nicht jeder Stop ist Verstopfung

Zwei Tage Toilettenpause? Kein Grund zur Panik! Viele Menschen glauben, dass bei ihnen nur dann alles stimmt, wenn sie einmal pro Tag auf die Toilette müssen. Doch das ist ein Irrglaube: Zwischen dreimal pro Tag und dreimal pro Woche ist alles okay . Vorausgesetzt, der Toilettengang macht keine Beschwerden. An chronischer Verstopfung leidet, wer über Wochen beim Stuhlgang mühsam pressen muss, einen harten und klumpigen Stuhl hat oder das Gefühl hat, dass nicht alles rauskommt.

Suche nach der Ursache

Akute Verstopfung hat oft ganz banale Gründe. Auf Reisen tritt der Darm zum Beispiel gerne mal für ein paar Tage in den Streik. Beleidigt reagiert er auch, wenn man den Drang zur Toilette unterdrückt. Schichtarbeiter, LKW-Fahrer oder Berufstätige im Außendienst schildern oft dieses Problem. Bei chronischer Verstopfung gibt es jedoch meist nicht den einen Anlass, sondern es kommen viele Ursachen zusammen.

Bewegtes Leben, bewegter Darm

Aktivität macht den Darm mobil. Schon regelmäßige Spaziergänge — übrigens besser vor als nach dem Essen — unterstützen die Verdauung. Auch wichtig: genügend trinken, etwa eineinhalb bis zwei Liter pro Tag. Die Flüssigkeit macht den Stuhl weicher, fülliger und fördert so die Darmtätigkeit. Ähnlich wirken ballaststoffreiche Lebensmittel wie Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte und Gemüse.

Hausmittel als Helfer

Bewährt haben sich auch Hausmittel:

  • Morgens nach dem Aufstehen ein Glas lauwarmes Wasser trinken.
  • Den Darm „takten“, indem man jeden Tag zur gleichen Zeit auf die Toilette geht. Dort verbringt man ganz entspannt etwa zehn Minuten, auch wenn nichts passiert.
  • Vor dem Toilettengang den Bauch mit kreisförmigen Handbewegungen im Uhrzeigersinn massieren.

Einnahme-ABC für Abführmittel

Wer dem Darm am liebsten mit natürlichen Mitteln helfen möchte, sollte es mit in Wasser gequollenen Flohsamen probieren. Zur richtigen Anwendung bitte den Apotheker fragen. Damit der Körper sich an die Ballaststoffgabe gewöhnen kann, beginnt man mit einer kleinen Menge und steigert diese langsam. So tastet man sich an die optimale Dosis heran, nach dem Motto „so viel wie nötig, so wenig wie möglich“. Nicht ratsam ist es, Flohsamen und ähnlich wirkende synthetische Abführmittel nur zu nehmen, wenn das Problem akut ist. Denn die Mittel wirken nicht sofort. Chronische Verstopfung ist ein Problem, das sich nur langfristig lösen lässt.

Grenzen der Selbsthilfe

Wenn die Verdauung zeitlebens gut geklappt hat, aber auf einmal ins Stocken gerät, sollte ein Arzt nach spätestens zwei Wochen die Beschwerden abklären. Auch bei akuten, heftigen Bauchschmerzen, Blut im Stuhl oder Gewichtsverlust ist der Gang zum Arzt angesagt.

Quelle: Wort & Bild-Verlag