Ohne Sonne fehlen uns ein paar entscheidende Dinge: wichtige Vitamine, die Stimulation der Abwehrkraft und nicht zuletzt gute Stimmung. Zu viel Sonne, vor allem ohne den richtigen Schutz, hat aber den Nachteil, nach dem Urlaub auszusehen wie ein Krebs. Und das kann langfristig schwerwiegende Folgen haben. Je mehr Sonnenbrände sich im Laufe des Lebens ansammeln, desto größer ist das Risiko, langfristig an Hautkrebs zu erkranken. Ein Sonnenbrand wirkt wie eine Brandwunde. Bilden sich Bläschen auf der Haut liegt eine Verbrennung zweiten Grades vor, die behandelt werden sollte. In der Apotheke ist man gern bei der Auswahl von Cremes und Salben behilflich, die Linderung bringen.

Der Sonnenschutz

Wenn wir Hamburg notwendigerweise verlassen, um hin und wieder etwas Sonne zu bekommen, ist ein vernünftiger Schutz unentbehrlich. Dazu gehören Sonnenhüte, Sonnenschirme und natürlich die richtigen Sonnenschutzmittel. Es ist wichtig, jedem Sonnenbrand, und sei er noch so leicht, vorzubeugen. Der beste Schutz sind Schatten, luftige Kleidung und das Meiden der Mittagssonne. Unbedeckte Hautpartien müssen gerade zu Beginn der sonnenreichen Zeit konsequent geschützt werden.

Der richtige Lichtschutzfaktor

Ratsam ist es, den Sonnenschutz mindestens 30 Minuten vor dem Sonnenbad aufzutragen und zu Anfang einen hohen Lichtschutzfaktor zu verwenden. Dieser gibt an, wie viel länger man sich bei Verwendung eines Sonnenschutzes in der Sonne aufhalten kann, ohne einen Sonnenbrand zu bekommen. Die Eigenschutzzeit liegt bei sehr weißer Haut bei lediglich drei Minuten. Bei Menschen mit schwarzer Haut hält die Eigenschutzzeit hingegen bis zu 90 Minuten an. Die Eigenschutzzeit multipliziert mit dem Lichtschutzfaktor ergibt die Schutzzeit mit Sonnencreme. Wer als käseweißer Norddeutscher also eine Creme mit dem Faktor 30 aufträgt, ist für höchstens 90 Minuten vor den Auswirkungen der Sonnenstrahlen geschützt. Da sich die meisten Menschen aber nicht besonders sorgfältig eincremen, sollte man diese Maximalzeit nur zu 60 Prozent ausnutzen, in diesem Fall also 54 Minuten. Das Eincremen ist regelmäßig zu wiederholen, bedeutet jedoch nicht, dass der Schutz anschließend noch einmal für die gleiche Zeit ausreicht.

Kühlung nicht übertreiben

Hat man diese Ratschläge nicht befolgt, aber hält sich die Rötung noch im Rahmen, kann man den Sonnenbrand sehr gut selbst behandeln. Verzichten sollte man auf übermäßige Kühlung. Noch immer hält sich hartnäckig das Gerücht, man solle eine Brandwunde möglichst lange und möglichst kalt kühlen. Das bringt aber nur etwas, wenn diese unmittelbar nach der Verbrennung erfolgt. Einen Sonnenbrand bemerkt man erst einige Zeit nach der Verbrennung, oft sogar erst Stunden später. In diesem Fall kann eine Kühlung die Heilung sogar verzögern. Eine zu starke oder zu lang anhaltende Kühlung reduziert im schlimmsten Fall die körpereigene Abwehrkraft und verzögert damit die Wundheilung und Regeneration der Haut. Das Kühlwasser darf deswegen nicht kälter als 15 bis 20 Grad sein.

Wasser reflektiert UV-Strahlung

Auch wer sich nach einiger Zeit der Kühlung oder der Anwendung von Lotion oder Gel direkt wieder in die Sonne begibt, tut seinem Körper nichts Gutes. Tatsächlich ist ein erneutes Sonnenbad mit das Schlimmste, was man verbrannter Haut antun kann. Sofern man sich nicht von Kopf bis Fuß verhüllen will, ist direkte Sonne konsequent zu meiden. Wichtig ist, auch beim Schwimmen einen Sonnenschutz zu tragen und diesen anschließend wieder zu erneuern. Da Sand und Wasser die UV-Strahlung zudem hervorragend reflektieren, besteht am Strand und Pool auch dann die Gefahr eines Sonnenbrands, wenn man sich nicht in der direkten Sonne aufhält. Sogar unter Wasser kann einen noch immer der Sonnenbrand ereilen. Einen Meter unter der Wasseroberfläche beträgt die Intensität von UVB-Strahlen noch immer 50 Prozent, weshalb auch beim Schnorcheln ein Sonnenschutz zu verwenden ist.

Hitzschlag

Zum Hitzschlag kommt es aufgrund eines Hitzestaus im Körper. Der sonst kühlende Schweiß kann die überschüssige Wärme nicht ableiten. Setzt man seinen Körper zusätzlich noch hohen Temperaturen und körperliche Belastung aus, steigt die Körpertemperatur immer weiter – nicht selten auf über 39 Grad Celsius. Charakteristisch sind Rötungen, später zunehmende Blässe sowie Kopfschmerz und Schwindel. Hitzschläge treten besonders häufig bei hoher Luftfeuchtigkeit wie etwa bei Gewitter oder in geschlossenen Räumen mit schwüler, unbewegter Luft auf.

Viel Flüssigkeit

Ein Hitzschlag ist ein Notfall, Ersthelfer müssen daher unbedingt den Rettungsdienst alarmieren! Wer vorbeugen möchte, sollte vor allem viel trinken und direkte Sonneneinstrahlung, besonders in der Mittagszeit, meiden. Eine Kopfbedeckung und luftige Kleidung, die dem Körper ein leichtes Schwitzen ermöglichen, sind elementar. Leichte Kost wie Obst und Gemüse entlastet den Körper zusätzlich.


Apothekerkammer Hamburg