Sodbrennen, das brennendes Gefühl in der Speiseröhre macht vielen Menschen das Leben regelmäßig zur Qual. Rund ein Viertel der Deutschen kennen es aus eigener Erfahrung. Wie Sodbrennen entsteht, worauf Leidgeplagte achten sollten und was in der Selbstmedikation hilft, lesen Sie in unserem Blog-Artikel.

Sodbrennen: So entsteht es

Unser Magensaft enthält von Natur aus 0,5 Prozent Salzsäure, sie wird für die Verdauung benötigt. Steigt der saure Mageninhalt die empfindliche Speiseröhre hinauf, entsteht Sodbrennen. Das brennende Gefühl ist meist harmlos, aber kann äußert unangenehm werden.

Sodbrennen: Die Auslöser

Oft rufen Säurelocker wie Kaffee, Alkohol, Süßigkeiten oder Gewürze Sodbrennen hervor. Daneben können auch (Weihnachts-)Stress oder eine Fehlfunktion des Magenpförtners – dem Schließmuskel, der den Magen von der Speiseröhre trennt – verantwortlich sein. Was viele nicht wissen: Auch Patienten, die regelmäßig bestimmte Schmerztabletten einnehmen, leiden verstärkt unter Sodbrennen. Wer unsicher ist, sollte sich beraten lassen und die Ursachen ergründen.

Sodbrennen: Verhalten anpassen

Damit das brennende Gefühl gar nicht erst aufkommt, helfen einige Verhaltenstipps:

  1. Einen Bogen machen. Und zwar um Fettes & Süßes. In der genussreichen Weihnachtszeit nicht leicht, aber: Wer seine Ernährung anpasst, kann Sodbrennen eindämmen. Neben Süßigkeiten, in Fett Ausgebackenem – dazu gehören leider auch die beliebten Hamburger Schmalzkuchen – und Geräuchertem sollten auch Kaffee, Kakao und Cola sowie zitrushaltige Säfte auf dem persönlichen „Index“ stehen.

  2. Keine Mega-Mahlzeiten. Setzen Sie auf mehrere, kleine und leichte Mahlzeiten statt auf ein opulentes Gelage. Die Verdauung wird danach am besten mit einem klassischen Verdauungsspaziergang.

  3. Gewicht runter. Eine ausgewogene Ernährung und regelmäßige Bewegung helfen, überflüssigen Pfunden erfolgreich den Kampf anzusagen. Damit stehen die Chancen übrigens gut, Sodbrennen im Keim zu ersticken. Wie man gesund abnehmen kann, sehen Sie im Gesundheits-Schnack auf Hamburg1.

  4. Entschleunigen. Slow-living ist mehr als ein Zeitgeistphänomen. Denn wer Stress und Belastungen bewusst reduziert und öfter einen Gang runterschaltet, tut Körper und Seele etwas Gutes – das wirkt sich auch positiv auf den Magen aus.

Magensäurebinder: Schnelle Helfer

Ist bei Sodbrennen schnelle Hilfe gefragt, sind Magensäurebinder Mittel der Wahl. Sie eignen sich für alle, die nur dann und wann unter Sodbrennen leiden. Ob als rezeptfreie Kautabletten oder als Gel im Portionsbeutel: Magensäurebinder wirken sofort, das unangenehme Brennen lässt innerhalb kurzer Zeit nach. Tipp: Damit man an den Feiertagen nicht „kalt erwischt“ wird, jetzt schon an die Hausapotheke denken und mit einem passenden Präparat aufstocken.

Magensäurehemmer: 24-Stunden-Wirkung

Magensäurehemmer – sogenannte Protonenpumpenhemmer oder PPI – unterbinden die Produktion der Magensäure. Sie wirken erst nach einigen Stunden, dann jedoch für rund 24 Stunden. Die rezeptfreien Präparate sind sehr wirksam – daher greifen Betroffene, die öfters unter Sodbrennen leiden, öfter zu PPIs. Doch damit kann ein Kreislauf entstehen. Je länger das Präparat eingenommen wird, desto schwerer fällt das Aufhören. Denn: Setzt die normale Magensäurebildung wieder ein, empfinden das viele als besonders unangenehm. Damit dieser Teufelskreislauf durchbrochen werden kann, finden Leidgeplagte in der Apotheke kompetente Unterstützung.

Probleme bei der Medikamenteneinnahme? Lesen Sie in unserem Blog auch, wie die Einnahme von Tabletten & Co. besser klappt.

Wechselwirkungen beachten

Ob Magensäurebinder oder Magensäureblocker: Wer bereits andere Medikamente einnimmt, sollte sich vor der Selbstbehandlung unbedingt beraten lassen, damit gefährliche Interaktionen gar nicht erst entstehen.