Mok di plietsch

Puh, ist das warm! Gesundheitsprobleme bei Hitze

Hitze ist ein Gesundheitsrisiko.

Foto von Immo Wegmann auf Unsplash

Hitze ist eine große Belastung für den Körper, die zu Kreislaufproblemen und sogar einem lebensbedrohlichen Hitzschlag führen kann. Nach Schätzung des Robert Koch-Instituts gab es im Sommer 2025 rund 2600 hitzebedingte Sterbefälle in Deutschland. Besonders hoch ist das Gesundheitsrisiko, wenn heiße Tage und Nächte über längere Zeit anhalten. Wie können sich Verbraucher bei Hitzewellen schützen und was sollten sie bei der Einnahme und Aufbewahrung von Arzneimitteln beachten?

Übelkeit und schwere Beine

Bei hohen Temperaturen weitet der Körper die Blutgefäße, um die Wärme besser abzugeben. Der Blutdruck sinkt, was Kopfschmerzen, Schwindel, Unwohlsein und Übelkeit auslösen kann. Luftige, atmungsaktive Kleidung in hellen Farben sowie ein Sonnenhut helfen, den Körper kühl zu halten. Die geweiteten Blutgefäße können bei vielen Menschen auch dazu führen, dass die Venenklappen in den Beinen nicht richtig funktionieren. Dadurch staut sich das Blut und die Knöchel schwellen an. Betroffen sind vor allem Personen, die viel am Schreibtisch sitzen, Raucher, Übergewichtige, Schwangere und Senioren. Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr, moderate Bewegung und abends die Beine hochzulegen können Linderung verschaffen. Auch im Freibad schwimmen oder Erfrischungswasser auf die Beine zu sprühen, wirken wohltuend. Die Apotheke vor Ort bietet zudem Präparate wie Rotes Weinlaub oder Rosskastanie an, die als kühlende Gels die Venenfunktion unterstützen.

Sonnenstich und Hitzschlag

Wenn Kopf und Nackenbereich durch die intensive Sonneneinstrahlung stark erhitzt werden, kann es zu einem Sonnenstich kommen. Betroffene haben oft einen roten Kopf sowie Kopf- oder Nackenschmerzen, Unruhe und Ohrgeräusche. Die Körpertemperatur ist in der Regel nicht erhöht. Patienten sollten sich in den Schatten oder einen kühlen Raum begeben, den Nacken mit einem feuchten Handtuch oder einem Coolpack abkühlen und trinken. Bei einem Hitzschlag ist die Körpertemperatur hingegen deutlich erhöht, was lebensbedrohlich sein kann. Verursacht wird ein Hitzschlag durch Überanstrengung in heißer Umgebung, zum Beispiel beim Sport in einer aufgeheizten, nicht klimatisierten Halle. Die Temperaturregulierung des Körpers setzt aus und er schwitzt nicht mehr. Typische Symptome sind unter anderem trockene, gerötete Haut, hoher Puls und niedriger Blutdruck. Betroffene können an Ermattung, Krämpfen, Bewusstseinstrübungen und Halluzinationen leiden. Bei einem Hitzschlag muss der Körper so schnell wie möglich gekühlt und ein Notarzt gerufen werden.

Vor dem Durst trinken

Bei Hitze ist es besonders wichtig, ausreichend zu trinken: mindestens zwei Liter über den Tag verteilt. Bei körperlicher Anstrengung sollte noch mehr Flüssigkeit aufgenommen werden. Ein Flüssigkeitsmangel kann Schwindel und Krämpfe auslösen. Da der Körper beim Schwitzen auch Salz verliert, ist Mineralwasser empfehlenswert. Ebenfalls gut geeignet sind Leitungswasser, Tee und Saftschorlen. Suppen sowie Obst und Gemüse mit hohem Wasseranteil, zum Beispiel Gurke oder Wassermelone, können den Flüssigkeitshaushalt zusätzlich auffüllen. Patienten mit Nierenleiden sollten die Trinkmenge zuvor mit ihrem Arzt besprechen. Generell gilt, dass Durstgefühl erst auftritt, wenn der Körper bereits zu wenig Flüssigkeit hat. So weit sollte man es gar nicht erst kommen lassen.

Medikamente und Hitze

Patienten, die regelmäßig Arzneimittel einnehmen, sollten an heißen Tagen besonders aufmerksam sein. Zum Beispiel können manche Medikamente wie einige Antibiotika die Empfindlichkeit der Haut für UV-Strahlen und damit die Sonnenbrandgefahr steigern. Da die Haut bei hohen Temperaturen stärker durchblutet wird, können Arzneipflaster eine höhere Wirkstoffdosis abgeben. Andere Arzneimittel, beispielsweise Antidepressiva, können das Schwitzen unterdrücken und somit die Temperaturregulierung stören, oder wie einige Parkinson-Medikamente das natürliche Durstgefühl hemmen. Die Apotheke vor Ort berät Betroffene und empfiehlt gegebenenfalls, die individuelle Dosis ärztlich überprüfen zu lassen.

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Grundsätzlich sollten Medikamente hitze- und lichtgeschützt aufbewahrt werden, am besten in der Originalverpackung. Die meisten Präparate können bei Zimmertemperatur, das heißt zwischen 15 und 25 °C, gelagert werden. Bei höheren Temperaturen sollten sie aber an einem kühlen Ort aufbewahrt werden. Kühlpflichtige Medikamente wie Antibiotikasäfte, manche Augentropfen, Biologika, Insuline, Impfstoffe und Verhütungsringe müssen immer im Kühlschrank gelagert werden.

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