Insektenbisse sind nicht nur lästig, sondern können auch zur Übertragung von zum Teil gefährlichen Infektionskrankheiten führen. Umso wichtiger ist es, sowohl zu Hause wie auch im Urlaub auf einen geeigneten Insektenschutz zu achten.

Gut verpackt

Auch wenn man im Sommer meist andere Bedürfnisse hat, sollte man versuchen, körperbedeckende Kleidung zu tragen. Da viele Insektenbisse jedoch durch dünne Stoffe hindurchgehen, ist es ratsam, diese mit speziell dafür vorgesehenen Insektensprays zusätzlich zu „imprägnieren“ oder auf engmaschig gewebte Kleidung zurückzugreifen.

Für die Nacht bieten sich Moskitonetze an. Zuhause befestigt man sie am besten dauerhaft im Fensterrahmen. Unterwegs hängt man das Netz direkt übers Bett. Es sollte so groß sein, dass es an keiner Stelle zum unmittelbaren Körperkontakt kommt und die Enden unter die Matratze gesteckt werden können. Moskitonetze eignen sich besonders gut zum Schutz von Säuglingen im Kinderwagen, da viele Insektenschutzmittel für dieses Alter nicht genutzt werden dürfen.

Direkt auf die Haut

Repellentien sind sogenannte insektenabschreckende Mittel. Sie wirken wie eine Art  unsichtbarer Duftmantel, durch den die Insekten abgewehrt werden. Es gibt sie in verschiedenen Formen. Sprays wirken allgemein kürzer als Lotions, Cremes oder Gele. Die Wirkdauer ist jedoch auch von den einzelnen Wirkstoffen abhängig und verkürzt sich durch Baden oder starkes Schwitzen.

Häufig steht man nun da, mit der Sonnencreme in der einen und dem Insektenschutz in der anderen Hand. In welcher Reihenfolge soll es denn nun aufgetragen werden? Am besten merkt man sich: zuerst die Pflege und dann das Parfum. Die Sonnencreme also auftragen, ca. 20 Minuten warten, bis alles richtig eingezogen ist, und dann den Insektenschutz. Den Kontakt mit Schleimhäuten und Wunden dabei vermeiden.

Die Qual der Wahl

Die Auswahl ist vor allem vom Verwendungszweck abhängig. Aufgrund der verschiedenen Insekten und Toleranzen sollten sich Reisende erkundigen, welche Mittel im Urlaubsland überhaupt wirksam sind. Informationen zum passenden Insektenschutz kann man sich direkt auf der Homepage des Tropeninstituts holen.

Ganz allgemein gilt: Sprays und Lotions gegen Insektenbisse sind leichter zu verteilen, während Cremes einen zusätzlichen pflegenden Effekt haben. Die Wirkdauer ist auf den einzelnen Produkten angegeben und variiert meist zwischen vier und zehn Stunden. Um den Schutz aufrechtzuerhalten, muss auf ein rechtzeitiges Wiederauftragen geachtet werden. Auch die Altersangaben können sehr unterschiedlich sein. Die meisten Mittel sind erst für Kinder ab zwei Jahren geeignet.


Apothekerkammer Hamburg