Schmerzen

Wie Sie Schmerzen richtig lindern

Schmerzen lindern

Foto: Andrea Piacquadio_pexels.com

Schmerzen können in vielen Formen auftreten und uns aus zahlreichen Gründen plagen. Besonders in der nasskalten Jahreszeit kann beispielsweise eine Erkältung für Kopf- und Gliederschmerzen sorgen oder ein Wetterumschwung die Gelenke belasten. Wer dann zu Schmerzmitteln greift, sollte sich hier und in der Apotheke vor Ort informieren, welche Wirkstoffe bei welchen Beschwerden geeignet sind und wie sie richtig angewendet werden.

Selbstmedikation nur drei Tage am Stück

Wirkstoffe wie Paracetamol, Acetylsalicylsäure (ASS) und Ibuprofen sind rezeptfrei erhältlich und weit verbreitet. Doch rezeptfrei bedeutet nicht harmlos. Schmerzmittel zur Selbstmedikation sollten nur für einen begrenzten Zeitraum eingenommen werden: nicht länger als drei Tage am Stück und maximal zehn Tage im Monat. Die empfohlene Höchstdosis pro Tag steht sich in der Packungsbeilage des jeweiligen Präparats und sollte nicht überschritten werden.

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Schmerzmittel sind keine Heilmittel

Schmerzmittel bekämpfen die Symptome, nicht die Ursache. Betroffene sollten sich daher in der Apotheke vor Ort zu den möglichen Hintergründen ihrer Beschwerden beraten lassen. Je mehr Informationen der Apotheker erhält, desto gezielter kann er ein Medikament oder andere Maßnahmen empfehlen. Hierzu gehört auch, ob eine Selbstbehandlung möglich oder ein Arztbesuch sinnvoll ist.

Vorsicht bei schlagartigem Kopfschmerz

Insgesamt sind über 200 Kopfschmerzarten bekannt. Am häufigsten leiden Betroffene unter einem sogenannten Spannungskopfschmerz. Das meist beidseitige Druckgefühl hält in der Regel nur wenige Stunden an. Die genaue Entstehung ist ungeklärt, oft wird Spannungskopfschmerz jedoch mit Verspannungen, Schlafmangel oder Stress in Verbindung gebracht. Bewährte Mittel zur Linderung sind Paracetamol, ASS und Ibuprofen. Treten Kopfschmerzen hingegen plötzlich binnen kürzester Zeit auf, ist Vorsicht geboten – hierbei handelt es sich um ein ernstzunehmendes Warnsignal.

Es gibt Alternativen

Nicht immer ist die Einnahme von Medikamenten nötig. Sanfte Methoden wie autogenes Training oder Yoga können helfen, Kopfschmerzen zu lindern. Auch Ausdauersport oder ein Spaziergang an der frischen Luft zeigen oft Wirkung bei leichten bis mittleren Kopfschmerzen. Generell sollte auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr geachtet werden, denn wer dehydriert, also „austrocknet“, kann ebenfalls schnell Kopfschmerzen bekommen.

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Migräne: Anfälle können Tage andauern

Migräne ist eine weit verbreitete neurologische Erkrankung, die die Lebensqualität stark einschränken kann. Der Schmerz tritt meist einseitig auf und wird häufig von Symptomen wie Übelkeit, Appetitlosigkeit und Lichtempfindlichkeit begleitet. Ein Migräneanfall kann zwischen vier und 72 Stunden andauern. Zur Selbstbehandlung sind ASS, Ibuprofen oder Paracetamol, aber auch bestimmte Triptane geeignet. Wer zusätzlich an starker Übelkeit leidet, kann vom Arzt ein Gegenmittel verordnen lassen.

Migräneattacken vorbeugen

Regelmäßige Bewegung baut Stresshormone ab und kann helfen, Migräneattacken vorzubeugen. Hierzu gehören Treppen steigen und Fahrrad fahren statt Fahrstuhl und Auto zu nutzen. Auch leichtes Ausdauertraining wie Joggen oder Walken ist sinnvoll. Nicht empfehlenswert ist Kraftsport, da die Muskeln noch mehrere Stunden nach dem Training Fett verbrennen. Das Ergebnis kann eine Unterzuckerung sein, die möglicherweise Migräne auslöst.

Wenn das Knie schmerzt

Etwa jeder fünfte Mensch in Deutschland hat Knieprobleme. Die Ursache ist häufig eine Überlastung, Schwellung, Entzündung oder Verletzung. Der Wirkstoff Diclofenac stillt den Schmerz und wirkt entzündungshemmend. Eine bewährte pflanzliche Alternative sind Salben mit Beinwellextrakt.